SWR Publikumspreis geht an Wäller Helfen

Die Emotionen waren überwältigend als am Sonntag Abend live in Oberroßbach der Publikumspreis der SWR Ehrensache übergeben wurde. Tage vorher, hatten die Westerwälder die beiden Gruppengründer schon von 10 Kandidaten unter die erste 3 ins Finale gewählt. Die Spannung beim Public Viewing war am Sonntag richtig zu spüren. Wir koordinieren seit Monaten verschiedenste Hilfsangebote im gesamten Westerwald.

Mittlerweile ist die Gruppe schon auf über 6.600 Mitglieder angewachsen. „Die Hilfsangebote sind überwältigend“, sagt Björn Flick. Menschen bieten sich an einzukaufen oder Transporte mit dem Auto zu übernehmen, immer nach dem Motto „Wir Wäller schaffen das!“. In Westerburg betreuete Arbeitskollegen wechselseitig ihre Kinder, damit jeder seine Schicht wahrnehmen kann. In Obersayn übernahm jemand den Hund, damit die Kollegin auf der Rettungsleitstelle kurzerhand 12 Stunden arbeiten konnte statt der üblichen acht Stunden

Die „Wäller“ stehen zusammen, keiner soll einsam oder hilflos sein. Und wer kein Internet hat und kein Facebook? „Der kann sich an Kinder, Enkel oder junge Nachbarn wenden, die sich damit auskennen“, sagt Björn Flick.

Ein bisschen erleichtert, aber ganz viel Motivation“, sprudelte es aus Christian Döring bei der Preisvergabe heraus. „Danke. Danke an alle.“ Björn Flick erklärte: „Der Preis bedeutet, dass hier eine ganze Region hinter dem steht, was wir hier machen.“  das macht uns sehr stolz.

Das hier entstandene Netzwerk ist einmalig und unbezahlbar so Flick.

Wir arbeiten gerade an einem Konzept im Westerwald ein flächendeckendes Nachbarschaftshilfe Netzwerk zu installieren. Das sich die vielen Gruppen die es schon gibt und die Hilfesuchenden schneller und besser finden können erklärten die Preisträger. Wir sind weiterhin auf die Mithilfe und Unterstützung der Menschen im Westerwald angewiesen. Wir suchen weiterhin „Wäller Helfer“ die bereit sind das Netzwerk auszubauen. Es sind die Kleinigkeiten die unsere Arbeit so wertschätzend macht. Einfach mal dem Nachbar den Rasen mähen oder etwas vom Einkaufen mitbringen reicht oft schon aus. Es kosten nicht viel Zeit, gibt aber ein tolles Gefühl und Gemeinschaft, sagte Christian Döring dankbar.